Was macht eigentlich das Kreismedienzentrum?
23. September 2026
5.700 zentral verwaltete Endgeräte an 44 Schulen, mehr als 200.000 Unterrichtsmedien, Technik zum Ausleihen, Fortbildungen, Makerspace und Angebote vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule: Das Kreismedienzentrum Main-Tauber-Kreis ist weit mehr als eine klassische „Bildstelle“. Doch was genau macht ein Medienzentrum heute eigentlich?
Wer beim Kreismedienzentrum noch an den Verleih von Filmen, Projektoren und Kameras denkt, liegt nicht völlig falsch – schließlich gehört die Bereitstellung von Medien und Technik seit jeher zu unseren Aufgaben. Inzwischen ist daraus jedoch ein wesentlich breiteres Angebot geworden.
Das Kreismedienzentrum ist eine Einrichtung des Main-Tauber-Kreises und Dienstleister für Bildung. Wir unterstützen Schulen und andere Bildungseinrichtungen dabei, Medien sinnvoll einzusetzen und digitale Bildung vor Ort umzusetzen.
5.700 Geräte – zentral betreut
Ein Bereich, der in den vergangenen Jahren enorm gewachsen ist, ist unser Mobile Device Management (MDM). Inzwischen werden darüber rund 5.700 Endgeräte an 44 Schulen im Main-Tauber-Kreis zentral verwaltet.
Das KMZ unterstützt die Schulen und Schulträger von der Auswahl und Beschaffung der Geräte über deren Einbindung bis zur Einrichtung von Profilen und Apps. Bei Problemen gibt es persönlichen Support.
Besonders praktisch: Aktuell stehen 404 Apps zur Verfügung, die zentral auf die Geräte der teilnehmenden Schulen verteilt werden können. Schulen müssen damit nicht jede Anwendung selbst beschaffen und einzeln installieren. Das entlastet die Verantwortlichen vor Ort und schafft gleichzeitig verlässliche technische Strukturen.
Medien für fast jedes Unterrichtsthema
Eine der ältesten Aufgaben des Kreismedienzentrums ist nach wie vor hochaktuell: gute Medien für Bildung bereitzustellen.
Heute bedeutet das allerdings längst nicht mehr nur Filme. Über die Mediatheken stehen Lehrkräften mehr als 200.000 digitale und teilweise interaktive Medien zur Verfügung – von Unterrichtsfilmen über Arbeitsmaterialien bis zu interaktiven Lerneinheiten.
Und manches funktioniert ganz bewusst ohne Bildschirm: Zum Bestand gehören auch Kamishibais, Themen- und Erlebniskoffer, Bücherkoffer und weitere analoge Materialien, mit denen sich Unterricht und Bildungsarbeit anschaulich gestalten lassen.
Ausprobieren statt nur darüber reden
Wie funktioniert ein Greenscreen? Was lässt sich mit einem 3D-Drucker machen? Wie produziert man einen Trickfilm? Und wie kann Künstliche Intelligenz sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden?
Solche Fragen lassen sich am besten praktisch beantworten. Deshalb stehen am Standort in Tauberbischofsheim-Distelhausen unter anderem Seminarräume, PC-Raum, Studio und Makerspace zur Verfügung. Hier finden Fortbildungen, Workshops und Projekte statt.
Auch Schulklassen können Medienprojekte gemeinsam mit unseren Fachleuten umsetzen – beispielsweise rund um Film, Fotografie, Audio, Coding oder andere Formen der Medienproduktion.
Technik ausleihen, statt alles selbst anzuschaffen
Nicht jede Schule und nicht jede Bildungseinrichtung muss Geräte anschaffen, die vielleicht nur für einzelne Projekte benötigt werden.
Deshalb gehört auch der Verleih von Medientechnik zu unseren Kernaufgaben. Zur Verfügung steht Technik für Präsentationen und Veranstaltungen ebenso wie für Video- und Audioproduktionen oder Tablet-Projekte. Für Bildungseinrichtungen, Behörden und die Bildungsarbeit von Vereinen ist die Ausleihe grundsätzlich kostenlos möglich.
Medienbildung beginnt nicht erst in der Schule
Auch Kindertageseinrichtungen gehören zu unserer Zielgruppe. Denn Kinder begegnen Medien lange vor ihrem ersten Schultag.
Unsere Angebote für die frühkindliche Bildung verbinden deshalb digitale und analoge Medien. Pädagogische Fachkräfte können beispielsweise die Arbeit mit dem iPad und kreativen Apps kennenlernen, kindgerechte Programmierangebote ausprobieren oder entdecken, wie sich Geschichten mit Kamishibai, Erzählschiene oder Hörstiften lebendig erzählen lassen.
Dazu passen unsere ausleihbaren Themen-, Erlebnis- und Bücherkoffer: Materialien können zunächst ausprobiert und unmittelbar in der pädagogischen Arbeit eingesetzt werden.
Beratung, wenn Technik allein nicht weiterhilft
Digitale Bildung besteht nicht darin, möglichst viele Geräte in ein Klassenzimmer zu stellen. Entscheidend ist, was damit gemacht wird.
Deshalb beraten unsere medienpädagogischen Fachkräfte Lehrkräfte und Schulen bei der Umsetzung von Medienbildung, bei Unterrichtsideen und Medienprojekten sowie bei der Auswahl geeigneter technischer Lösungen. Auf Wunsch begleiten sie Projekte auch direkt an der Schule.
Fortbildungen reichen dabei vom Einstieg in die Arbeit mit dem iPad über Coding und digitale Unterrichtsmedien bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Ergänzend stellt das KMZ Zugänge zu verschiedenen digitalen Plattformen und Werkzeugen zur Verfügung.
Vor Ort für die Bildung im Main-Tauber-Kreis
Das Entscheidende an unserer Arbeit ist die Nähe zu den Einrichtungen im Kreis. Wir kennen viele Schulen, ihre Ausstattung und ihre Ansprechpartner und können pädagogische und technische Fragen miteinander verbinden.
Manchmal geht es dabei um 5.700 Geräte. Manchmal um eine einzelne App. Um eine Fortbildung für ein Kollegium, eine Kamera für ein Schulprojekt oder einen Geschichtenkoffer für eine Kita.
Genau darin sehen wir unsere Aufgabe: Medienbildung im Main-Tauber-Kreis ganz praktisch möglich zu machen.

















